Frohe Weihnachten

Von: Lena Hünermann | Datum: 22. Dezember 2009 – 11:41 -

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu…

Das 40-jährige Jubiläum des Centro, erfolgreiche Weiterbildung einiger Mitarbeiter, die geglückte tägliche Versorgung von vielen Kindern aus der Favela am Monte, die Verleihnung des Verdienstordens der Stadt Caruaru an Schwester Werburga,… Alles freudige Anlässe, die die Mitarbeiter des Centro, die Kinder und die Gemeinde am Fuße des Berges noch enger haben zusammenwachsen lassen.

Und doch gibt es immernoch viel zu tun: Die Renovierung der Räumlichkeiten ist dringend notwendig, die fehlenden Zuschüsse der Stadt für die Arbeit mit den Schulkindern müssen ausgeglichen werden und immer wieder wenden sich neue Familien und Kinder aus der Favela hilfesuchend an Schwester Werburga, um um individuelle Unterstützung zu bitten – häufig einzig um das eigene Überleben zu sichern und ein bisschen Hoffnung erkennen zu können.

Im Namen von Schwester Werburga, den Mitarbeitern des Centro und des Förderkreises möchten wir allen danken, die uns in diesem Jahr nach Kräften unterstützt und an uns gedacht haben.  Wir wünschen allen Freunden, Förderern und Bekannten schöne, besinnliche Weihnachtstage und einen großartigen Start ins neue Jahr – in dem wir uns ganz besonders auf den Besuch in Deutschland von Leandro und Nerisvaldo aus dem Centro freuen!

Frohe Weihnachten!


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Fleißige Nikoläuse in Puchheim

Von: Margarete Gerber-Velmerig | Datum: 5. Januar 2009 – 14:54 -

Im Dezember erreichte mich die folgende Mail aus Puchheim von Herbert Kainzelsperger, der sich schon lange mit Hilfe vieler Mitstreiter aus seiner Heimatpfarrei und der Gruppe Campo Limbo für das Centro und Sr. Werburga einsetzt.

Eine tolle Aktion! Herzlichen Dank auch von hier an alle Nikoläuse!

“Liebe Schwester Werburga, liebe Frau Velmerig,

als unsere Nikoläuse von den unverschuldeten finanziellen Problemen
des Centro Social hörten, haben sie beschlossen, den Ertrag von 2008
dem Centro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Das Geld wurde von
unserer Pfarrei vor zwei Tagen an den Förderkreis Centro Social über-
wiesen (Kto.: 60657, BLZ: 41451750).

Unseren Nikoläusen, die nicht nur vielen Kindern bei uns und Ihren
Eltern viel Freude bereitet haben, sondern auch den Kindern und
Strassenkindern in Caruaru, ein ganz herzliches Vergelt’s Gott!

Unsere fleißigen Nikoläuse waren:

  • Otto Bayr
  • Walter Bley
  • Christoph Sabo
  • Gerhard Schwarz
  • Ferdinand Specht

Danke Euch allen auch im Namen von Sr. Werburga”


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Feliz Natal! Frohe Weihnachten!

Von: Schwester Werburga | Datum: 24. Dezember 2008 – 00:00 -

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Ein spezieller Weihnachtsgruß…

Von: Lena Hünermann | Datum: 20. Dezember 2008 – 20:07 -

… von den Kindern aus dem Casa São Placido hat über Weihnachten unsere Kopfgrafik ersetzt. Euch allen Feliz Natal!

Update: Die Grafik gibt’s jetzt auch als Banner zum Einbinden auf Webseiten.


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Kategorie: Centro Social | 4 Kommentare »

Weihnachtsbrief 2008

Von: Schwester Werburga | Datum: 16. Dezember 2008 – 16:43 -

Sr. Werburga

Meine lieben Verwandten, Freunde und Bekannten,

Es weihnachtet sehr: bei Euch mit Schnee bei uns mit viel Hitze… Da fehlt auch der nötige Stress nicht. Schließlich wollen alle an dem Fest der Freude und des Lichtes teilhaben. Da fiel mir die folgende Geschichte in die Hand, die mir mal jemand schickte:

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass er nicht ausreicht, so wie er war. Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach, sagte er sich, für einen Pullover zu kurz. Um an andere anzuknüpfen, habe ich zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht. Dafür bin ich viel zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex betünde, dann könnte ich eine Stola verzieren. Aber so? Es reicht nicht! Zu nichts bin ich nütze. Ein Versager! Niemand braucht mich. Niemand mag mich, und ich mich selbst am wenigsten. So sprach der kleine Baumwollfaden zu sich, legte eine traurige Musik auf und fühlte sich sehr allein in seinem Selbstmitleid. Da klopfte das Wachs an seine Tür und sagte: “Lass Dich doch nicht so hängen, kleiner Baumwollfaden. Ich weiß was: Ich habe eine Idee: Wir beide tun uns zusammen und werden eine kleine Kerze, die wärmt und ein bisschen heller macht. Es ist besser auch nur ein kleines Licht anzuzünden, als immer über die Dunkelheit zu schimpfen.” Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich und sagte sich: Dann bin ich also doch zu etwas nütze. Und wer weiß, vielleicht gibt es auf der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden, die sich zusammentun mit dem Wachs.

Unsere Not geht weiter, aber es gibt auch viele Hilfen, die uns immer wieder aufmuntern. Heute riefen die Reporter vom Fernsehen an. Sie wollen über unsere Kinder berichten und Lebensmittel und Kleidung sammeln. Das Shopping Center und Radio Liberdade haben unsere Kinder um einen Brief ans Christkind gebeten. Und nun hoffen wir, dass die neue Stadtregierung nächstes Jahr wieder besser für uns sorgt.

Wir werden im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Da gibt es viel anzustreichen und zu reparieren. Nur der Anstrich für alle Gebäude, innen und außen, soll ca. 25 000 Euro kosten! Die Familienväter der Oásis haben sich angeboten am Samstag und Sonntag die Oásis anzustreichen. Wir brauchen nur die Farbe, denn Pinsel und Zubehör haben wir. Also ist der Anfang schon gemacht.

Viel Freude machte uns Danilo aus der Oásis: Er wurde als Bester von drei Schulklassen ausgezeichnet.

Vera versucht mit ihrer Familie ein Haus zu bauen. Aber ein Zimmer ist für die beiden “Großen” aus der Oásis. Leandro und Genailson sind eigentlich schon aus dem Alter für die Oásis raus. So gibt es für sie Zukunft und ich bin sehr froh darüber. Aber es wird sicher noch eine Weile dauern, bis das Haus fertig ist, denn auch dafür fehlen die nötigen Moneten (ca. 15 000 Euro). Vieles wird mit eigener Kraft gemacht. Beim Ausschachten haben die Jungen kräftig geholfen. Das nur zur Information.

Abwarten, was der Himmlische Vater uns für das neue Jahr beschert. Wir sind in seiner Hand: und Gottes Hände sind gute Hände! Es gibt aber sicher noch viele ”Baumwollfäden” und “Wachsreste” und wir machen die Welt wieder ein bisschen heller. Jemand meinte, ein Tropfen nur ist die Hilfe. Aber schließlich besteht der Ozean auch aus vielen Tropfen!

Ich wünsche allen ganz viel Freude und Segen vom Christkind! Am Heiligen Abend feiert der Bischof die Mette mit uns und wir denken an Euch alle.

Herzlichen Dank für alle Hilfe!


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