Feliz Natal! Frohe Weihnachten!

Von: Schwester Werburga | Datum: 24. Dezember 2008 – 00:00 -

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Kategorie: Briefe aus dem Centro, Centro Social | 5 Kommentare »

Weihnachtsbrief 2008

Von: Schwester Werburga | Datum: 16. Dezember 2008 – 16:43 -

Sr. Werburga

Meine lieben Verwandten, Freunde und Bekannten,

Es weihnachtet sehr: bei Euch mit Schnee bei uns mit viel Hitze… Da fehlt auch der nötige Stress nicht. Schließlich wollen alle an dem Fest der Freude und des Lichtes teilhaben. Da fiel mir die folgende Geschichte in die Hand, die mir mal jemand schickte:

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass er nicht ausreicht, so wie er war. Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach, sagte er sich, für einen Pullover zu kurz. Um an andere anzuknüpfen, habe ich zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht. Dafür bin ich viel zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex betünde, dann könnte ich eine Stola verzieren. Aber so? Es reicht nicht! Zu nichts bin ich nütze. Ein Versager! Niemand braucht mich. Niemand mag mich, und ich mich selbst am wenigsten. So sprach der kleine Baumwollfaden zu sich, legte eine traurige Musik auf und fühlte sich sehr allein in seinem Selbstmitleid. Da klopfte das Wachs an seine Tür und sagte: “Lass Dich doch nicht so hängen, kleiner Baumwollfaden. Ich weiß was: Ich habe eine Idee: Wir beide tun uns zusammen und werden eine kleine Kerze, die wärmt und ein bisschen heller macht. Es ist besser auch nur ein kleines Licht anzuzünden, als immer über die Dunkelheit zu schimpfen.” Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich und sagte sich: Dann bin ich also doch zu etwas nütze. Und wer weiß, vielleicht gibt es auf der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden, die sich zusammentun mit dem Wachs.

Unsere Not geht weiter, aber es gibt auch viele Hilfen, die uns immer wieder aufmuntern. Heute riefen die Reporter vom Fernsehen an. Sie wollen über unsere Kinder berichten und Lebensmittel und Kleidung sammeln. Das Shopping Center und Radio Liberdade haben unsere Kinder um einen Brief ans Christkind gebeten. Und nun hoffen wir, dass die neue Stadtregierung nächstes Jahr wieder besser für uns sorgt.

Wir werden im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Da gibt es viel anzustreichen und zu reparieren. Nur der Anstrich für alle Gebäude, innen und außen, soll ca. 25 000 Euro kosten! Die Familienväter der Oásis haben sich angeboten am Samstag und Sonntag die Oásis anzustreichen. Wir brauchen nur die Farbe, denn Pinsel und Zubehör haben wir. Also ist der Anfang schon gemacht.

Viel Freude machte uns Danilo aus der Oásis: Er wurde als Bester von drei Schulklassen ausgezeichnet.

Vera versucht mit ihrer Familie ein Haus zu bauen. Aber ein Zimmer ist für die beiden “Großen” aus der Oásis. Leandro und Genailson sind eigentlich schon aus dem Alter für die Oásis raus. So gibt es für sie Zukunft und ich bin sehr froh darüber. Aber es wird sicher noch eine Weile dauern, bis das Haus fertig ist, denn auch dafür fehlen die nötigen Moneten (ca. 15 000 Euro). Vieles wird mit eigener Kraft gemacht. Beim Ausschachten haben die Jungen kräftig geholfen. Das nur zur Information.

Abwarten, was der Himmlische Vater uns für das neue Jahr beschert. Wir sind in seiner Hand: und Gottes Hände sind gute Hände! Es gibt aber sicher noch viele ”Baumwollfäden” und “Wachsreste” und wir machen die Welt wieder ein bisschen heller. Jemand meinte, ein Tropfen nur ist die Hilfe. Aber schließlich besteht der Ozean auch aus vielen Tropfen!

Ich wünsche allen ganz viel Freude und Segen vom Christkind! Am Heiligen Abend feiert der Bischof die Mette mit uns und wir denken an Euch alle.

Herzlichen Dank für alle Hilfe!


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Adventsnachricht

Von: Schwester Werburga | Datum: 29. November 2008 – 15:44 -

Hallo, hallo, liebe Freunde, Bekannte, Verwandte und vor allem liebe noch unbekannte Leser,

nun also zum Jahresende doch noch eine Neuheit.

„Blog“, das sagte mir bis vor Kurzem noch gar nichts, aber jetzt freue ich mich, so eine Möglichkeit gefunden zu haben, direkt aus dem Centro berichten zu können. Ich bin gespannt auf eure Kommentare, Ideen, Vorschläge und für jeden Rat dankbar, der unsere Arbeit hier weiter voran treibt.

Auch danke ich, verbunden mit den besten Segenswünschen, für alle persönlichen Kontakte und Hilfen im nun zu Ende gehendem Jahr 2008.

Für alle Welt soll wieder Weihnachten sein – und in uns allen Licht in den Dunkelheiten des Alltags. Auf eine guteZeit: jetzt im Advent, am kommenden Weihnachtsfest und im ganzen neuen Jahr!

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Briefe an den Weihnachtsmann

Von: Lena Hünermann | Datum: 26. November 2008 – 19:10 -

Liebster Papai Noel,

mein Name ist Junior. ich bin 12 Jahre alt und ich wohne bei meiner Mutter. Ich hätte sehr gerne ein Paar Turnschuhe, am liebsten in schwarz, Nummer 38. Ein schönes Fest und eine riesige Umarmung!

Von Deinem Junior


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Briefe an den Weihnachtsmann

Von: Lena Hünermann | Datum: 25. November 2008 – 17:01 -

Mein lieber Papai Noel,

ich wohne auf dem Berg Bom Jesus. Jeden Tag gehe ich zur Schule und ins Centro Social São José do Monte. Ich habe drei Geschwister. Ich wuensche mir ein ferngesteuertes Auto. Ich bin 8 Jahre alt und gehe in die zweite Klasse.

Dein Victor


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